



Kunststoffe im Bauwesen und in der Architektur umfassen hauptsächlich Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polyvinylchlorid (PVC) und Polycarbonat (PC), vor allem für Schalungen, Rohre und Dämmung.
PP zeichnet sich durch Hitzebeständigkeit (Schmelzpunkt 160-170 °C), geringes Gewicht (Dichte 0,90-0,919 g/cm³) und ausgezeichnete chemische Stabilität aus. Es wird häufig in Schalungen für den Bau und Behältern für den täglichen Gebrauch (wie Sojamilchflaschen und mikrowellengeeignete Lunchboxen) verwendet. PP-Schalungen können über 150 Mal recycelt werden und eignen sich für Projekte wie Wohngebäude und Brücken. Sie bieten eine starke Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse, Wasser und Korrosion.
PE ist kältebeständig (-100°C bis -70°C) und hat eine ausgezeichnete chemische Beständigkeit. Es wird häufig in Verpackungsmaterialien wie Agrarfolien und Frischhaltefolien verwendet. Beachten Sie jedoch, dass HDPE-Frischhaltefolie bei hohen Temperaturen schädliche Stoffe freisetzen kann und nicht zur Wiederverwendung oder Lebensmittelverpackung empfohlen wird. 14
PVC-Rohre sind sehr korrosionsbeständig und werden häufig im Bauwesen für Wasserversorgungs- und Entwässerungssysteme sowie zum Schutz von Verkabelungen eingesetzt. Ihre leichte Bauweise reduziert die Installationskomplexität, doch ist Vorsicht geboten, da bei der Verarbeitung Chlorwasserstoffgas freigesetzt werden kann. 4
PC bietet hohe Transparenz und Schlagfestigkeit und wird häufig in Anwendungen wie Oberlichtern und Sicherheitsglas eingesetzt. Allerdings ist PC relativ teuer und anfällig für UV-Strahlen, daher sollte seine Auswahl auf die spezifischen Projektanforderungen zugeschnitten werden.






